Auf der Suche nach Gravel - Bikepacking von Potsdam auf den Brocken


Ein Gravelbike braucht Gravel als Futter. Also ab auf Bikepacking-Tour! Die Idee zu der Tour kam mir recht spontan in den Sinn und ebenso spontan habe ich mich kurzfristig einfach mal für ein Stück des E11 Fernwanderweges entschieden. Diesmal sollte also im Brandenburgischen gen Süden los gegravelt werden, wofür ich mir Vier Tage gegeben habe. Dafür hatte ich mir das Teilstück von Potsdam bis an den Fuß des Harz ausgesucht, damit die Schlappen auch was zu greifen bekommen. Die Wettervorhersage gab weiterhin für Ende Juli Ausschau auf sommerliche Temperaturen und eine nur geringe Regenwahrscheinlichkeit. Die Übernachtungs-Grundausstattung und ein Minimum an Bekleidung sollten reichen. Regenklamotten hab ich gleich ganz weg gelassen. Wie so oft, haben Futterbeutel und Wasservorrat wieder am meisten gewogen Aus früheren Campingurlauben hatte ich die topographisch lieblich anmutende Waldlandschaft mit angrenzenden Seen und Freiflächen mit Weitblickgarantie noch angenehm positiv in Erinnerung. Allerdings war ich in dieser Gegend noch nie mit dem Bike unterwegs und es hieß für mich nun neue Pfade zu erkunden. Nunja, daß bei dieser Tour wieder mal nicht alles nach Plan verlaufen sollte, scheint sich so langsam bei mir zu standardisieren - wie es dazu kam, erfährst du wenn du dran bleibst...


Tag 1 - Potsdam bis Spargelhof Klaistow

Rush Hour, Sand und Wurzeln


Die Anreise nach Potsdam mit der DB verlief für mich gewohnt anstrengend. Hektische Menschenmassen, bedrückende Enge in den Regionalbahnen und viel zu wenig Fahrradstellfläche generell. Gegen 16Uhr in Potsdam am HBF angekommen, ging die Hektik in mitten der Rush Hour weiter. Da mußte ich nun durch, auch wenn ich den Track auf dem Smartphone hatte, blieb immer noch den Weg durch den Ameisenhaufen bis zum Einstieg auf den Trail zu finden.



Nach einer halben Stunde der Orientierung war ich dann auf Kurs und der E11 hatte mich am Ortsausgang einladend mit Gravel empfangen. So war das gedacht. YEAHH!



Nach ein paar Kilometern war leider erst mal Schluß mit graveln. Es ging in den Wald und der Boden wurde leicht sandig. Wenn das nicht durchweg so bleibt, geht das schon in Ordnung...



Es war recht schwül und stickig. Der Schatten spendende Verlauf des E11 am Templiner See kam mir sehr gelegen, denn bis dorthin hatte mir die Sonne erbarmungslos auf die Mütze gebrutzelt.


Auch wenn man es nicht vermuten würde, gibt es hier kleine Steigungen, welche auf sandigen Untergrund doch einiges an Arbeit auf dem Bike bedeuten. Einfaches dahin rollen im "flachen Land" ist hier  nicht!




Der Untergrund wurde immer sandiger wozu sich mehr und mehr Wurzeln gesellten. Regelmäßiges aus dem Sattel gehen war nun unumgänglich, was mich nicht stört, aber die stetig zunehmenden Sandmengen am Boden hatten mich jetzt schon gut Körner gekostet.


Trotzdem ist es verdammt schön hier. Lichtungen im Nadelgehölz sorgen immer wieder für etwas Abwechslung und laden zum pausieren ein. Bei der drückenden Schwüle und dem Ressourcen hungrigem Sandboden sind diese aber auch nötig. Die Wolken verdeckten nun wieder die Sonne und die stehende Hitze tat ihr übriges. Das Wasser aus der Trinkblase lief durch meinem Körper, wie bei einem Durchlauferhitzer auf höchster Stufe.

 

Trotz sandiger Verwurzelung der Nadelhölzer im Mecklenburgischem, hatte ich selbige Beschaffenheit des Untergrundes hier auf dem E11 schlichtweg unterschätzt. Nun hatte ich den Salat und das fahren, welches nun schon mehr ein Kampf gegen den ständig bremsenden, Reifen umklammernden Sand glich, wurde immer anstrengender. Die querenden Wurzeln taten zudem ihr übriges. Nun war ich nicht mal zwei Stunden unterwegs und kam leider schon zu dieser unangenehmen Erkenntnis. In der Hoffnung, daß sich die Wegbeschaffenheit bald ändern würde, bin ich immer brav dem Track auf dem Smartphone gefolgt. Von so etwas wollte ich mir doch nicht gleich am ersten Tag die Stimmung verderben lassen. Nöh!



Tja, dann beschwere ich mich noch und bekomme wenige Kilometer später ordentlich Gravel präsentiert - Hardcore Gravel ;-  )
Selbst mit dem Fully hätte bei mir das fahren auf dem Old Shool Kopfsteinpflaster für einen handfesten Wackelkontakt in der Birne gesorgt. Mit dem ungefederten Vaya hab ich mir das definitiv erspart, denn der fein gedämpfte Stahlrahmen kann auch nicht zaubern. 

 
Als Alternative gab es am Rand noch einen Sandstreifen. Schon wieder Sand. Pest oder Cholera? Zumindest vorerst keine zusätzlichen Wurzeln und weiter ging es erst mal im Lienewitzer Seengebiet auf nun gewohntem Untergrund.



Richtung Ferch bot sich der Ausblick übers "flache Land" vom Aussichtsturm Wietkiekenberg mit seinen 124 Meter ü. NN an. Es ging verhältnismäßig knackig bergan und ich mußte vorne schon gleich mal aufs kleine Blatt schalten. Der Sand tat wieder sein übriges und entsprechend platt kam ich am Fuße des Turmes an. Die höchste Erhebung in dieser Region wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen uns so waren die 113 Stufen nach einer kurzen Schnaufpause auch noch drin.




Der Ausblick entlohnt und hier oben geht zur Abwechslung mal ein wohltuendes Lüftchen. In jeder Hinsicht einen angenehme Situation. Like! 




Nach kurzer Orientierung und Regenerierung hatte ich auch schon wieder "festen Boden" unter den Füßen und mir gleich darauf ein noch übrig gebliebenes belegtes Brötchen von zu Hause rein geschoben. War auch nötig. Danach noch Schoki und der große Junge hatte wieder Energie!





Genauso sandig wie sich der Weg bergauf zog, führte er auch wieder bergab. Jaja ich weiß, irgendwann ist's auch gut mit dem Gemaule - hab mir den Weg ja schließlich selber ausgesucht. Aber mich selbst bergab mit teilweise nur 5km/h durch Sand zu graben, macht nun mal keinen Bock auf mehr. Meine Gedanken kreisten mittlerer Weile schon auf der Suche nach Alternativen wild im meinem Kopf herum, denn selbst mit einem 10er Schnitt würde ich die Strecke in der geplanten Zeit nicht schaffen. Hmm...


Ein kurzes durchatmen und Gedanken sortieren am Schwielowsee haben in mir wieder für etwas Gleichgewicht gesorgt. Nichts überstürzen und einfach erst mal laufen lassen, auch wenn es eben nicht so läuft wie gedacht. Bin ja gerade mal den erste Tag der Tour und überstürzt den Streckenverlauf überwerfen, ist ja auch nicht zielführend. Zumindest jetzt und hier nicht.




Am Ortsausgang ging es wieder auf die Sandpiste. Mein Magen meldete sich und den Wasservorrat für das Camp brauchte ich auch noch. Wie immer habe ich mir darüber vorher keine Gedanken gemacht, da ich bisher auf Tour noch keine Probleme hatte, an Wasser zu gelangen. Sei es auf Friedhöfen, durch freundliches Fragen über'n Gartenzaun oder zur Not vom Discounter. Irgend eine dieser Möglichkeiten haben mir bisher meistens das feuchte Nass beschert. Allerdings sah es momentan nach keiner der Drei Optionen aus. Was solls, einfach tapfer weiter treten und es wir sich schon etwas ergeben...




Man möchte es nicht für möglich halten, aber schon ein paar Kilometer weiter führte mich der E11 auf eine Bundesstraße und gerade zu auf den Spargelhof Klaistow.



Perfekt! Es war kurz vor Acht und keine Menschenseele war auf den ersten Blick zu erkennen. Also rein in die Bude und siehe da, eine Mitarbeiterin war doch noch da und dabei die letzten Vorbereitungen für den nächsten Tag zu treffen. Meine freundliche Bitte um Wasser hat sie natürlich nicht ausgeschlagen. Als ich dann meine Trinkblase aus dem Rucksack, die Platy und die Trinkflaschen auf dem Tresen präsentierte, konnte ich an ihrem fragwürdigem Blick schon etwas Verwunderung erkennen. Nach einem kurzem Gespräch, was ich so vor habe und wofür ich die Wassermengen benötige, löste sich das Fragezeichen auf ihrem Kopf dann langsam auf :-  )




Ich hatte mich schon gewundert, daß die Beschilderung des E11 am Spargelhof endete, um beim Verlassen festzustellen, daß der Weg mitten durch das Gelände führt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, aber auch irgendwie clever gelößt. Nunja, mir hat es zumindest völlig unkompliziert Wasser beschert - gut so!





Wasser hatte ich schon mal, aber das Gerüttle auf dem Trail bisher hatte mich ganz schön mürbe gemacht. Es war Zeit für die Suche nach einem feinem Plätzchen für die Nacht. Also zurück auf den Trail und ab in den Wald. Zack!




Einen Steinwurf entfernt wurde ich auf einer am Waldesrand angrenzende Wiese fündig. Hier brauchte ich nicht lange überlegen und hatte meinen Platz für die Nacht gefunden.





Das Zelt war fix aufgebaut und eine wohltuende Platy-Dusche hat mich von dem Gemisch aus Schweiß, Staub und Sand befreit. Eine Wohltat! Dafür lohnt es sich jedes mal wieder nen Liter Wasser extra mit zu nehmen. Die Dämmerung brach recht flott herein. Der Catstove hatte unterdessen noch etwas Wasser erhitzt und den Kartoffelpüü mit Würstchen hab ich dann genauso schnell mit großer Zufriedenheit verdrückt. Der obligatorische Komet Schlemmer-Pause Pudding ist für mich schon fast ein Muß. Geniales Zeug - Yummi!

Nun blieb Zeit die herrlich ruhige Stimmung zu genießen und zu entspannen, aber die heutige Wegbeschaffenheit des E11 schwirrte mir auch durch den Kopf. Unter diesen Bedingungen gerade mal 30km mit einem Schnitt von knapp über 10km/h waren nicht die Erfüllung und schon gar nicht zielführend. Tja, was tun? Weiter auf dem Weg in Hoffnung auf baldige Besserung des Untergrundes? Einfach mal laufen lassen? Wird schon? 

Für irgend eine voreilige Entscheidung war ich zum einen viel zu platt und zum andren wollte ich dem E11 noch eine Chance am nächsten Tag geben. Nun war es schon nach Elf, es wurde deutlich frischer und ich verkroch mich in den Schlafsack. Kurz nach dem einmummeln fielen mir auch schon die Augen zu.





Tag 2 - Spargelhof Klaistow bis Coswig

Sand, Wurzeln und eine Entscheidung



Die Nacht war ehr mittelmäßig. Nach der abendlichen Ruhe änderte sich in der Nacht mit dem drehenden Wind die Geräuschkulisse. Nun war die nahe gelegene A10 deutlich zu hören. Mit Ohropax ging es dann, aber von entspanntem Schlaf konnte nicht mehr die Rede sein. Nun gut.




Trotzdem bin dann doch noch mal weggenickt und habe bis kurz vor Acht gedöst. Ok, nun aber raus aus der Penntüte. Mit dem ersten Blick aus dem Tarptent und zum Himmel, sah es kaum anders aus, wie am Tag zuvor. Wolken verhangener Himmel, die bettelnde Sonne dahinter und schon wieder eine drückende Schwüle. Also zackig frisch gemacht um danach gleich zum Frühstück über zu gehen. Käffchen kochen, Naan Brot anrösten und die gute Greußener Salami dazu. Altbewährt und lecker. Danach noch zwei Knoppers und die Energie für der Start in den Tag war bereit gestellt.




Wie so oft habe ich mir hatte jede Menge Zeit gelassen und noch einige Gedanken über den weiteren Verlauf des Weges gemacht. Kurzer Hand entschloß ich mich dem E11 in der Tat noch eine Chance zu geben. Gegen Zehn war dann alles verpackt und es konnte weiter gehen.


Bestimmte Orte als Tagesziele hatte ich mir nicht gesetzt, aber 60-80km sollten schon drin sein, um den Harz in vier Tagen zu erreichen. Na dann - wieder rein in die Sandkiste... 




Der Weg führte über Lehnin Richtung Golzow. Weiterhin durch angenehme Nadelwälder, aber über immer tieferen Sandboden. Es hatte teilweise nichts mehr mit fahren zu tun und glich mehr einem Balanceakt  mit stetig angezogener Bremse. Uff. Nun war ich schon wieder ziemlich durch. Das konnte doch nicht so weiter gehen...? 



So konnte und wollte ich nicht weiter fahren. Hab ich fahren gesagt? Voran kommen - irgendwie - aber fahren war das für mich in keiner Hinsicht. Es mußte eine Entscheidung getroffen werden.





Entlang des Gohlitzsee wurde der Weg wieder etwas "fahrbarer", wobei nun die zunehmend querenden Wurzeln ein flottes voran kommen auch nicht ermöglichten. Naja, mit dem Weitblick über den See und dem leichten Lüftchen hier, konnte ich mir ein doch mehr gezwungenes Lächeln abgewinnen. Bis Golzow wollte ich vorerst noch weiter dem auf E11 dem bleiben um dort bei einer ordentlichen Mahlzeit zu entscheiden, wie es nun weiter gehen soll.


   
Wohl wissend über die Kräfte raubende Fortbewegung auf oder in dem sandigem Untergrund, wurde hier zur Abwechslung mal ein graveliger Singletrail angelegt. Selbst als Hiker würde ich nicht den ganzen Tag auf dem sandigen Boden umher eiern wollen. Nunja, mit dem Rad erst recht nicht. Trotz zwischenzeitlich fahrbarem Singletrail sollte in Golzow mit gefülltem Magen, einem Kaltgetränk und klaren Gedanken eine Entscheidung getroffen werden.





In Lehnin angekommen war es befreiendes Gefühl, endlich mal wiederstandslos rollen zu können. Sehr angenehm! Bei einem Softeis konnten Geist und Körper etwas abkühlen. Das tat auch Not. Wie schnell man doch unter solchen Bedingungen unterzuckert. Gerade mal 10km gemacht und schon völlig im Eimer. Mannmann.




 
Am Ortsausgang hat die Gravelpiste kurz angetäuscht um kurz darauf wieder in alter Muster zu verfallen. Prima! Bergauf macht das besonders Spaß...







Flora und Fauna gaben sich nun im Wechsel ein Stelldichein. Das mühselige Vorankommen blieb leider. Der Himmel war weiterhin bewölkt und die Hitze drückte ordentlich.





Plötzlich stand ich auf einem Forstweg und die Gravelpiste war zurück. Ich konnte es gar nicht so recht fassen. Danach hatte ich doch gesucht. Sollte es nun so bleiben?





Weit gefehlt! Kurze Zeit darauf stand ich wieder mitten in der Sandkiste. Tiefer und unfahrbarer, wie zuvor. Genau in dem Moment fiel meine Entscheidung, hier und so auf dem E11 nicht mehr weiter zu fahren. Punkt.




 
Aus! Genug! Es reicht! Also, ein kurzer Blick auf die LocusMap und den kürzesten Weg zur nächsten Straße Richtung Golzow eingeschlagen. Eine wirklich Wohltat wieder durchweg zu rollen und vor allem voran zu kommen. So kam das Lächeln von ganz allein zurück :-  )





Einfach mal die Beine ausstrecken, den Sand aus den Sandalen klopfen und etwas runter kommen. Die ortsansässige Gaststätte hatte ich auf Nachfrage auch gleich gefunden. Das Schnitzel war fix bestellt und stand ziemlich flott vor mir. YUMMI!

Entspannt mit gefülltem Magen entschied ich mich nun offiziell den E11 zu verlassen und über Radwege Richtung Harz zu fahren. Da ich auf festem Untergrund wieder richtig Spule machen kann und sowieso die Tour zum Fuß des Harzes geplant hatte, würde es sich doch anbieten gleich auf den Brocken zu fahren, wenn ich schon mal dort bin. Na klar. Ok, also habe ich mir einfach mal von Naviki eine Route vorschlagen lassen und hatte wieder einen Plan. Das die Ruhe des Fernwanderweges nun auf der Strecke bleiben wird, mußte ich in Kauf nehmen, aber wenn sich Alternativen zu stark frequentierten Straßen bieten, werde ich diese natürlich selbstredend nutzen.




 
Gut gestärkt ging auf die Piste. Jetzt konnte ich auf wenig frequentierten Straßen mal richtig Dampf machen. Angenehmer, wie gedacht. In Lütte stieß ich wieder auf den E11 und der fahrbare Untergrund am Abzweig ließ mich dem Weg wieder eine erneute Chance geben. Warum eigentlich? Eigentlich sollte ich es doch besser wissen...





...hätte ich wirklich! Am Ortsausgang ging es wieder volle Kanone rein in den Sand. Aber diesmal so richtig.





Davon hatte ich schon genug. Neenee. Keine Kompromisse mehr. Raus hier! Der nächste Abzweig auf den Asphalt war meiner. Aber nun Feuer - bis zum Brocken ist es noch ein Stück.





Bis Bad Belzig ließ es sich richtig angenehm auf versteckten Radwegen Spule machen. Gegen ein bisschen Gravel hätte ich grundsätzlich auch nichts, aber in Anbetracht der Möglichkeiten möchte ich mich überhaupt nicht beschweren. Es lief zur Abwechslung mal.




 
Mein Wasservorrat ging langsam zur Neige und im Ortseingang bot sich mir ein Wasserhahn an der Hauswand einer Schule förmlich an. Offensichtlich habe den richtigen Riecher für das wertvolle Nass oder meine Augen sind d.b. über die Jahre schon sehr sensibel auf solche Möglichkeiten fixiert. Bei der Gelegenheit gleich mal das Shirt durchgespült und wieder den Schweiß und Staub abgespült. Immer wieder eine Wohltat! Einen Riegel noch als Zwischenmahlzeit und die Lutzie konnte weiter gehen. Hier stieß ich nun das erste Mal auf den Europaradweg R1.







Vorerst wie so viele Radwege neben der Bundesstraße verlaufend, aber erst mal in sehr gutem Zustand. Zwischendurch gab es immer wieder mal ein Blick ins Ländchen und der Verkehr hielt sich auch in Grenzen. Das Fahren dort empfand ich als sehr angenehm. Irgendwie hatte ich gerade den E11 so gar nicht vermißt.




 

Ab Grubo führte der Weg in einem hervorragendem Zustand gerade zu und Kilometer lang durch den Wald. Leicht bergab. Schattig, luftig, herrlich! Hatte ich eigentlich schon erwähnt, daß ich die verwurzelte E11 Sandkiste so gar nicht vermißte ;- )





Genau. Da war ich gerade. Kurz vor Lutherstadt Wittenberg. Mittlerer Weile und endlich konnte ich Kilometer sammeln.






Weiter ging es auf dem Radweg quer durchs liebliche Land. Die Sonne hatte sich nun etwas Platz zwischen den Wolken gemacht und ein leichtes Lüftchen machte das fahren alles andere, als unangenehm.






Unverhofft kommt oft oder so. Und schon hatte ich feinsten Gravel unter den Schlappen. Jawoll! Rein in die Hörner hängen und ne ordentliche Welle machen! Danach hatte ich doch gesucht...






...und noch mehr Gravel. Mir ging es richtig gut, was man wohl nicht übersehen kann :- ]





Es war nun schon gegen halb Acht, als ich in Lutherstadt Wittenberg ankam. Zu dieser Zeit in einer Stadt einzutrudeln ist nicht so vorteilhaft, wenngleich die Innenstadt sehr schön ist.



Ok, ich brauchte Wasser. In der Stadt befanden sich zwar einige, von einer alten unterirdischen verlaufenden Wasserscheide gespeiste Zapfhähne, aber auf Nachfrage rieten mir die Bewohner von der Nutzung als Trinkwasser ab. Diesen Ratschlag habe ich dann doch besser und dankend angenommen. Einen Filter hatte ich nicht dabei und eine Magenverstimmung wollte ich so definitiv nicht riskieren. Beim Discounter hatte ich kurzer Hand für Wassernachschub gesorgt, in die Platys und Trinkflaschen umgefüllt und nen O-Saft am Abend als Entlohnung für den anstrengenden Tag gab es noch on top. Für solche Extras ist der Zusatz Stauraum des Rucksacks immer wieder das tragen wert. 





Tjoa und zweifix war ich auch schon an der Elbe, auf dem Elberadweg und in den Elbauen. Es war Total ruhig, die Sonne ging langsam unter und Dämmerung setzte angenehm ein.




Nun stieß ich wieder auf den E11, welchem ich eigentlich den Rücken gekehrt hatte. Da dieser nun mit den Elberadweg konform verlief, hab ich mich einfach noch mal treiben lassen. Hier in der Sandwüste zu versickern war sehr unwahrscheinlich und die Notwendigkeit nach einem Camp für die Nacht mit der einbrechenden Dunkelheit ließ auch kein Freiraum für Experimente.


Kurz vor Neun hatte ich in den Elbauen bei Coswig ein absolut ruhiges Plätzchen, an einem kleinem Wäldchen angrenzend, gefunden. Das Tarptent stand innerhalb von zwei Minuten. Die Dusche war auch schnell erledigt und das Wasser für die Abendmahlzeit am köcheln.




Wer hätte es gedacht - es gab wieder mal Kartoffelpüü mit Würstchen. Mich macht das Zeug auf Tour satt und glücklich. Als Leckerli war der O-Saft ne feine Ergänzung und als Nachtisch zur Abwechslung mal etwas Schoki. So ist die Welt ist in Ordnung. Darum geht es doch. 

Der Tag hatte seine Höhen und Tiefen. Manchmal hätte ich auf den versandeten Wegen des E11 das Rad am liebsten alles stehen gelassen, aber anderer seits hat das fahren auf den R1 diesen Tiefpunkt wieder wett gemacht. Letztendlich war ich froh, diese Entscheidung getroffen zu haben und mit 105km bin wieder gut im Rennen :-  )

Nun war es schon wieder nach Elf und die Müdigkeit hatte mich beim chillen vor dem Tarptent langsam eingeholt. Also rein in die Daunenhülle. Gerade konnte ich noch das surren eines Elbkahnes wahrnehmen um unmittelbar danach zufrieden wegzuratzen.





Tag 3 - Coswig bis Nienburg

Elbruhe und Wetterkapriolen

 


Die Anstrengungen des Vortages haben mich tief und fest schlafen lassen. Daher war ich gegen halb Sieben schon munter, fühlte mich kraftvoll und ausgeschlafen. Beim Zähne putzen hab ich nun im Hellen die Umgebung erst richtig wahr genommen. Umso froher war ich, mich für dieses feine Plätzchen entschieden zu haben. In der Dämmerung bleibt nicht viel Zeit für eine lange Suche und manchmal hat Mann auch mal Glück ;-  ]



Nach dem üblichen Frühstück und genußvollem Kaff schlürfen, hatte ich die Fuhre nun schon etwas schneller zusammengepackt und saß heute etwas früher auf dem Vaya. Den Verlauf der Route hatte ich mir zuvor nur grob angeschaut, aber fest stand definitiv: Wenn ich die Elbe auf dem R1 verlasse, werden die Radwege nicht mehr so angenehm zu fahren sein. Naja, warten wir mal ab...


Östlich von Coswig ging es nach ein paar Kilometern mit der Fähre über die Elbe. Genau genommen, kann ich mich nicht wirklich daran entsinnen, überhaupt schon mal über oder auf der Elbe unterwegs gewesen zu sein. Nun gut, dann war es halt das erste Mal...


Ich kam gut voran und der Weg ließ eine gute Reisegeschwindigkeit zu. Hin und wieder gab es sogar die Möglichkeit ein wenig zu graveln.

 

Mit nem passablen Schnitt an der Elbe entlang zu düsen, hat auch was. Ein leichtes Lüftchen von vorn geht dabei in Ordnung. Allerdings hatte sich die Sonne schon wieder verzogen und die drückende Schwüle kam zurück. Dessau hat der Weg nur tangiert, was mir sehr entgegen kam. Auf Menschenmengen und Großstadthektik kann ich immer noch gut verzichten.






Umso öfter gab es nun Futter fürs Vaya. Damit hatte ich schon gar nicht mehr gerechnet und wenn ich es mir aussuchen kann, dann muß ich ja nicht lange überlegen. Mir konnte es in dem Moment nicht besser gehen - Yeahh Baby, Gravel!
 

So und da ich gerade so gut bei Laune war mal ein kleiner Farbtupfer als Einwurf. Also ich finde, der Farbton ist wirklich gut getroffen...

  

Ab der Flußbiegung kurz nach Dessau Richtung Aken fühlte ich mich so richtig wohl. Es hat irgendwie alles gepaßt. Das Vaya rollte auf feinstem Gravel, die saubere Luft war ein Genuß und die Ruhe verbreitende Aussicht auf die Elbe komplettierte das Ganze.




Weiter über Singletrails durch die Elbauen. Bis auf die Blutsaugenden Plagegeister konnte ich hier kein weiteres Lebewesen ausmachen. Andere Radfahrer oder gar Wanderer sind mir schlichtweg nicht begegnet. Kein Problem - damit kann ich auch gut leben!




Auf den Freiflächen wurde es deutlich windiger und der Himmel zog sich langsam zu. Es war gegen Eins und mein Bauch hatte sich auch wieder gemeldet. Der Motor braucht Treibstoff! Also einfach kurz mal abgebogen und eine schöne kleine Bucht an der Elbe für halbwegs Wind geschützt und paßend als Pausenplätzchen befunden. CHECK!




Da ich auch noch nie in der Elbe baden war, habe ich das hier gleich mal nachgeholt. In dem Fall war mir der kleine Sandstrand sehr sympathisch. Was'ne Wohltat.



 

Zur Abwechslung gab es mal nen Reisgericht und ne Komet Schlemmer-Pause als Nachtisch - looogo!

 

Der Himmel zog sich immer mehr zu und es begann nun langsam zu tröpfeln. In Windeseile war mein komplettes Zeug wieder verstaut, ich auf der Piste um mich gegen heftige Windböhen durch zu wühlen.
 


Ab Aken verließ ich die Elbe und damit auch die Ruhe an selbiger. Von nun an hieß es auf kürzestem Weg zum Harz zu gelangen. Teilstrecken auf dem R1 sollten nun immer wieder Teil dieser Tangente sein. Die völlig unsinnige Wegführung nach und durch Aken waren ein Graus. Touristische Höhepunkte in diesem Retortenort konnte ich nicht erkennen. Als Belohnung für diese unnötige Erfahrung ging es Orts auswärts über einen brutalen Feldweg weiter dem R1 folgend - das hatte ich angenehmer in Erinnerung.




Ich war nicht wirklich gut drauf und wußte, daß ich jetzt beißen muß. Die schön gestaltete Bushaltestelle hat daran leider auch nichts geändert. Also Kopf runter, fest in die Hörner greifen und Spule Richtung Köthen machen. Was solls.

 


Gegen halb Fünf bin ich nach Köthen eingerollt. Die letzten Kilometer waren laut, mühselig und gegenwindig. Mit dem Gefühl der Unterzuckerung habe ich erst mal beim Bäcker kräftig zugeschlagen. Kaum den letzten Biss vom Pfannkuchen gemacht, hatte der Himmel heftigst seine Schleußen geöffnet. Ohne Regenklamotten wollte ich jetzt auch nicht weiter fahren. Der Regenradar auf'm Düdellidüü hatte keine Stunde später schon wieder Sonne in Aussicht gestellt. Ok, die Stunde hatte ich im Ärker der Meile abgewettert und just gegen halb Sechs hörte es auf zu pieseln. Die Sonne war wieder da!



 
Unterdessen hatte ich auch etwas Zeit, mich noch mal mit dem Verlauf der Route, bzw. dem Verlauf des R1 zu beschäftigen. Keine unnötigen Ortsdurchfahrten mit Umwegen in Aussicht. Hoffentlich.


Stimmt, keine Umwege. Kleiner Wermutstropfen - Hardcore Gravel! Unumfahrbar. Selbst auf dem nun absolut durchnäßtem Grünstreifen an der Seite nicht möglich. Irgendwas ist ja immer.


 
  
Bis nach Cörmigk zog sich die alte Postkutschenstraße. Beinahe übersehen, aber beim Abbiegen war mir fast der Friedhof und die Möglichkeit Wasser zu tanken durch die Lappen gegangen. Offensichtlich schl sich hier der Kreis wieder und bot mir nun nach der Rüttelpiste die einfachste Variante, zumindest im Sommer an Trinkwasser zu gelangen. Bei der Gelegenheit gleich mal das Shirt durchgespült und die schlammigen Beine abgewaschen. Meine Shimano-Sandalen gehen dabei immer gleich mit auf Tauchstation, was für mich ein unschätzbarer Vorteil dieser Treter ist. Schnell schmutzig, schnell wieder sauber und immer schön luftig. Im Sommer mag ich nichts anderes mehr an den Füßen tragen.

 


Richtung Bernburg ging es recht unspektakulär, mal auf wenig frequentierten Asphalt und auf den letzten Kilometern auf graveligen Wegen an der Mulde entlang. Schön zu fahren, aber hier bot sich nicht wirklich die Möglichkeit für ein halbwegs ruhiges Biwak. Die nächste Straße war einfach zu nahe liegend und die dampfenden Schornsteine die unweite Industrie war auch schon zu sehen. Wer weiß, was hier so alles in der Mulde vorbei fließt. Nene, auch wenn es schon gegen Acht war und die Sonne langsam unter ging, wollte ich nur ungern hier meine Nacht verbringen. Ein Bauchgefühl, worauf ich in letzter Zeit immer öfter höre und meistens nicht enttäuscht wurde.





Mit dem Sonnenuntergang wurde die Suche nach einem Übernachtungsplatz wieder ein wenig akuter. Mittlerer Weile an der Saale Richtung Nienburg unterwegs, waren die Möglichkeiten auch rar gesät. Die furchtbaren Industriebauten hatte ich hinter mir und dem angrenzendem Waldstreifen gelassen. Aus den Augen, aus dem Sinn paßt hier wohl ganz gut. Zumindest fühlte ich mich besser ohne direkten Sichtkontakt zu den dampfenden Schloten.



Kurzerhand bin ich an Ermangelung der Möglichkeiten in Nienburg vom R1 abgebogen um mein Glück auf einem angrenzendem Feld zu suchen. Gesagt, getan. Ein paar Kilometer später bot sich die Möglichkeit und eine asphaltierter Wirtschaftsweg führte gerade zu auf eine kleine Anhöhe. Die Beschilderung "Bis Baustelle frei" ließ mich gleicher Maßen auf wenig Durchgangsverkehr und bestenfalls wenig Baufahrzeuge hoffen. Egal. Zeit bis zur einbrechenden Dunkelheit blieb nicht mehr viel. Auf einem schmalen Streifen zwischen Wirtschaftsweg und Feldrand bot ein gut ebenes Stück Wiese und somit hatte ich meinen Platz für die Nacht gefunden. Die Aussicht war zumindest ganz ok.


Jetzt mußte es mal wieder flott gehen. Schnell Zelt aufbauen und noch schneller duschen. Ne Portion Kartoffelpüü war auch fix fertig und mit anschließender Komet Schlemmer-Pause genießen hatte ich den Tag nochmal Revue passieren lassen. Es war nun auch schon wieder nach Elf. Die heutigen 103km haben mich wiederholt gut auf Kurs gebracht und den Harz wollte ich am nächsten Tag definitiv erreichen. Mit den Gedanken und vorsorglich Ohropax in den Lauschern lag ich schon im Schlafsack - Augen zu und gut.
 





Tag 4 - Nienburg bis Elend

Gegenwind und Höhenmeter


Es war Sechs Uhr und der erste LKW donnert keine drei Meter an mir vorbei - Moin! Na ich hatte es doch im Urin. Auf der Baustelle beginnt der Tag sehr früh. Das war es also mit der Ruhe. Was heißt Ruhe - hier hat der Wind auch über Nacht wieder gedreht und trotz Ohrenstöpsel war die unweit verlaufende und stark befahrene L73 Landstraße leider nicht zu überhören. Durchschlafen war also nicht und genauso vermatscht lag ich nun im Zelt. Den nächsten Baustellenbrummer konnte ich auch schon hören.  Nachdem sich bei der Gelegenheit gleich noch Bauer Horst mit seinem Monstertrekker ins Gemenge gesellt hatte, machte es keinen Sinn mehr liegen zu bleiben. Gegen Sieben hatte ich genug und mich hundemüde und wiederwillig aus dem Schlafsack gepellt.


Gefrühstückt wurde heute mal aus dem Zelt heraus. Die Brummer waren mit solch einem Affenzahn vorbei gedonnert, daß ich Bedenken hatte mein Brötchen aus der Hand zu verlieren ;-  ) 


Zusammen gepackt hatte ich heute noch mal um einiges flotter und saß schneller denn je wieder im Sattel. Leben auf der Baustelle ist einfach nicht mein Ding! Durch Nienburg auf der L73 mit dem Rad zu fahren ist schon nicht ohne. Ich hatte das Gefühl, durch dieses Nadelöhr quetscht sich gesamt Sachsen-Anhalt und ich irgendwie dazwischen. Nenenee, da hab ich mir was eingebrockt. Zum Glück ist der Ort nicht groß und kurzer darauf bwar ich schon wieder auf dem R1 und einen herrlichen ruhigen Wirtschaftsweg unterwegs.




Von nun an sollte es stetig bergauf gehen. Es war schon wieder ordentlich warm und der kleine Dorfladen kam mir gerade recht für eine Erfrischung. Schön daß es solche Dorf-Konsum (DDR Ausdruck für Supermarkt) noch gibt. Ich mag solche Läden. Erinnerungen an meine Kindheit.





Einen Eiskaffee später saß ich auch schon wieder auf dem treuen Stahluntersatz und über die breiten Waldwege konnte ich mal richtig die Kuh fliegen lassen. Der Weg durch Staßfurt war ehr mühselig und erwartet anstrengend. Zu viel Gewusel und überhaupt. Im Stadtwald Ortsauswärts ging es dann das erste mal mit bis zu 20% richtig knackig bergauf. Paßend dazu hat es zu regnen begonnen. Diesmal nicht nur ein paar Tropfen, sondern aus allen Eimern.

  


Ne richtig graue Suppe. Nicht zu ändern und ohne Regenklamotten sowieso nicht. Also einfach weiter treten. Wirklich kalt war es nicht und irgend eine Möglichkeit mich unterzustellen, gab es sowieso nicht. Es gibt schlimmeres und wahrscheinlich ist das nur wieder einer dieser kurzen Schauer...gut 130hm weiter oben sah das Ganze schon etwas anders aus. Hier war es deutlich windiger und ich in jeder Hinsicht erst mal ziemlich durch. Uff. 


 

Wie erwartet war es nur ein Schauer und die Sonne strahlte kurz darauf wieder fleißig vom Himmel. So wie es aussah, wurde der Radweg hier oben ein wenig vernachlässigt, was mir in dem Fall völlig Schuppe war. Gravel Ground und druff!


Früher oder später führt der R1 dann doch wieder auf die Straße zurück. Die Frequentierung hält sich in Grenzen. So läßt es sich auf dem Abschnitt doch ganz gut rollen. Es war schon wieder fast Eins und mir nach einer Mahlzeit. Graveln macht verdammt hungrig!





In Gatersleben sprang mir gleich das verweisende Schildchen, auf eine Vereinsgaststätte am dortigen Fußballplatz hin, ins Auge. Also nix wie hin. Gegen Hausmannskost hatte ich so gar nichts einzuwenden. Tja, denkst'de - hier wird erst gegen Abend geöffnet. Was solls, die absolute Ruhe, einladendede Bänke und der Wasserhahn neben dem Trainerhäuschen waren genauso gut für ne Mahlzeit aus der Tüte. Hier konnte ich gleich noch mal mein Shirt durchspülen und die Wasservorräte auffüllen. Klasse!




Als süßen Abschluß gab es selbstredend eine Komet Schlemmer-Pause und der große Junge war wieder glücklich! Achjaa.






Nach kurzem Check der Strecke, beschloß ich ab hier nun den R1 zu verlassen und den kürzesten Weg Richtung Harz über Blankenburg zum Brocken einzuschlagen. Eine kleine Gravel Einlage war auch noch drin, aber dabei sollte es aber vorerst bleiben.





Am Firmament konnte ich nun erstmals die Höhenzüge des Harz sehen und hatte quasi mein Ziel vor Augen. Die Temperaturen waren angenehm sommerlich, es wehte ein leichtes Lüftchen und die Sonne strahlte im Wechsel zwischen den Wolken ins Land. Ich fühlte mich gut und genoß die Situation wieder vollends, wohl wissend das das es jetzt weiterhin nur noch bergauf gehen und der Wind sicher nicht von hinten kommen wird...

 


In Quedlienburg war erst mal wieder eine kurze Pause nötig, um meine Unterzuckerung mittels jeder Menge Kuchen in den Griff zu bekommen. Hier habe ich nur kurz Pause im Park an der Bode gemacht um danach schleunigst den Stadtameisenhaufen wieder verlassen.




Ortsauswärts ging es westlich Richtung Harz, was aber auch bedeutete, das ich auf dem Abschnitt den Wind von nun an gegen mich haben werde. Hier hieß es mal wieder - Kopf runter und tief in die Hörner hängen.


Oh Mann, was für eine Quälerei. Stetig bergauf und den Wind heftigst von vorn. Es waren gerade mal 15km die es aber in sich hatten. In Blankenburg am Harz angekommen war mein Zuckerhaushalt schon wieder völlig im Arsch!  Eine kalte Erdbeermilch hat mich erst mal aus dem Tief raus geholt. Ab jetzt sollte es sich weitestgehend mit dem Gegenwind in Grenzen halten. Wenn ich Wind gegen Höhenmeter tauschen könnte, hätte ich das in dem Moment gerne getan. Was solls  - also rein in den Harz!

 


Genau. In Blankenburg ging es dann auch gleich zur Sache. Am oberen Ortsrand bin ich zur Abwechslung mal wieder auf den R1 gestoßen. Die Wegführung verlief genauso weiter, wie ich es schon von dem Weg gewohnt war. Er führte erst mal runter in den Ort um sich dort durch den Ortskern wieder in Bögen nach oben zu schlängeln. Darauf hatte ich überhaupt kein Bock - also weiter auf der, zwar sehr steilen, aber kaum frequentierten Straße Richtung Elbingerode.




So langsam war mein Ziel in greifbarer Nähe, aber ein paar Höhenmeter waren es trotzdem noch. Der Wind hielt sich tatsächlich in Grenzen und die steilen Rampen waren dank kleinem 24er Blatt auf dem Vaya auch kein Problem. Schön gemütlich den Berg hoch kurbeln. Kein Streß und immer schön entspannt!




Vorbei am Historischen Lockomotivschuppen der Halberstadt-Blankenburg-Eisenbahn nach Rübeland führte die Straße direkt an der Baumannshöhle und dem gegenüberliegenden sanitären Anlagen vorbei. Es war schon wieder gegen Sieben und diese Wassertankstelle kam mir mehr als gelegen.




Mit vollen Tanks konnte ich mich nun gemütlich auf die Suche nach einem Lagerplatz für die Nacht machen. Mit der Freude über diese Gelegenheit, noch mal ein Blick zurück auf den Eingang der Höhle durch welchen ich als Kind mit meinen Eltern schon des Öfteren gegangen bin. In Gedanken an die damalige Zeit ging es schön gleichmäßig kurbelnd berauf.



Irgendwie werde ich doch immer wieder bestätigt, daß die Farbwahl meines Vaya nicht so verkehrt war - hier in Elbingerode hatte wohl jemand den gleichen Geschmack wie ich...





Heute wollte ich mal etwas ehr mein Zelt stehen haben, aber trotz schöner Kulisse fand ich nicht den optimalen Platz. Die Geräuschkulisse der Steinbrüche in direkter Nähre war selbst jetzt gegen Acht noch deutlich zu hören und wahrscheinlich wird dort auch wieder recht früh mit der Arbeit begonnen. Nene, das hatte ich erst. So idyllisch die Überleitungssperre Königshütte auch lag, war sie doch weit einsehbar und von Anglern stark in Beschlag genommen. Also weiter. Was ich allerdings in zunehmenden Maße wahrnehmen konnte, war das dröhnen von tiefen Bässen - als würde wieder mal so ein Spacko die Anlage in seiner tiefer gelegten Prollkarre auf dem Parkplatz zu weit aufdrehen...



Nun war es doch schon wieder halb Neun und ich noch immer auf der Straße Richtung Elend unterwegs. Das ich in Straßennähe keinen geeigneten und ruhigen Platz finden würde war mir klar, also einfach die nächste Einfahrt auf nen Forstweg und abwarten was sich so ergibt.

Nur ein paar Wegebiegungen weiter bin ich prommt auf einer schönen Lichtung gelandet. So hatte ich mir das vorgestellt. Leider hatte es schlagartig und heftig zu regnen begonnen. Diesmal stand das Zelt in unter zwei Minuten! Sämtliches Geraffel ab vom Bike und rein ins Tarptent. Punktlandung! Durch den starken Regen unterstützend war die Dusche auch schnell erledigt und es konnte ans mampfen gehen. Ich hatte wirklich nen derben Knast und mir für den letzten Abend beim Discounter noch ein paar Leckerlies gegönnt. Der Extrastauraum im Rucksack hat für mich in solchen Situationen immer wieder einen unschätzbaren Wert, da das Volumen der Bags am Bike meistens ausgereizt ist.

Bei dem Regenguß wäre der Catstove wohl mächtig abgesoffen und so mußte das Wasser halt mal in der Apsis des Rainbow erhitzt werden. Geht schon - aber immer schön vorsichtig und Abstand zum SilNylon!

Also gab es zur Krönung am letzten Abend mal frische Würstchen zum Püü, dazu lecker O-Saft und nen Joghurt als Nachtisch. Der Regen war mir gerade so richtig Schnuppe. Im letzten Moment noch ein schönes Plätzchen gefunden, aber das doofe BumBum blieb. Ich wußte, daß es in der Gegend jährlich Open Air stattfinden, aber sollte das ausgerechnet heute und an diesem Wochenende sein?? Mein Handyakku war schon ziemlich down und der Empfang sowieso grottig. Also hab ich mir die Recherche gespart, da ich es sowieso nicht ändern konnte. Für sowas gibt es ja Ohropax. Fast schon exemplarisch war es wieder nach Elf und die Müdigkeit schoß mir nach heutigen 107km in Geist und Körper. Am nächsten Tag stand der Brocken auf der Agenda. Keine große Strecke mehr, aber die Höhenmeter gibt es nicht geschenkt. Im Schlafsack lag ich auf Grund des Regens sowieso schon und mit der Freude darauf war ich ratzfatz weg geratzt.




Tag 5 - Elend auf den Brocken

Den Brocken rocken





Es hatte die Nacht über richtig geschüttet. So richtig! Mich hatte das überhaupt nicht tangiert. Ziemlich platt hab ich voll durch gepennt. Die Sonne hatte kurz nach dem Aufwachen schon mal die Fühler ausgestreckt, um darauf schon wieder den Regen verhangenen Wolken zu weichen.







Also raus aus'm Schlafsack. Heute gehts auf den Gipfel des Harz! Trotz bevorstehender Höhenmeter hatte ich mich trotzdem auf die Fahrt dort hoch gefreut.

 

Nach der Morgenhygiene hatte ich gleich mal die nächste Regenpause fürs Frühstück genutzt. Das Naan Brot haben Kürbiskernbrötchen - natürlich fein angeröstet - die Salami lecker Rindfleischsalat und die Knoppers eine Quarktasche ersetzt. Alles zusammen vom Discounter am Vortag. Im Rucksack war ja genügend Platz und für das Finale Frühstück der Tour durfte es auch mal etwas mehr sein :- )




Routiniert war alles zusammen gepackt und und ich bereit für den Brocken!! Just in dem Moment hat sich der Strahlemann am Himmel wieder gezeigt und es konnte los gehen.



Bei der Einfahrt nach Elend sind mir sofort und unübersehbar viele "Touristen" aufgefallen. Typisch Festival bekleidet zogen sie sich wie eine Schlange am Straßenrand entlang. Nun war mir klar, woher die fetten Bässe am Abend kamen. Beim Brötchen kaufen im Ort wurde ich wieder mal auf mein Bike angesprochen und bekam nebenher meine Vermutung bestätigt. Da habe ich mir ausgerechnet das "Rocken am Brocken" Open Air Wochenende ausgesucht um ein Stück weiter im Wald zu pennen. Hehe, zwar die entgegengesetzte Richtung, aber die Extrahöhenmeter zu dem Gelände hoch waren mir ein kurzes Abchecken dann doch noch mal wert.






Oberhalb von Schierke angekommen ging es dann auf die angenehm zu kurbelnde Brockenstraße. Keine Autos, kein Lärm, herrlich! Es war Freitag zur Mittagszeit und die Straße war bis auf ein paar Radfahrer nahezu ausgestorben. Das hatte mich schon ein wenig verwundert. Trotzdem habe ich mich nicht der Illusion hin gegeben, daß es auf dem Brocken genauso ruhig sein würde. Sehr unwahrscheinlich.



Auf den letzten Höhenmetern habe ich noch das Urgestein des Brocken - den 84 jährigen Brocken Benno bei seiner 7946' Besteigung - getroffen. Schnell sind wir ins Gespräch gekommen, er hat mir von seiner Geschichte erzählt und noch einige Tips für die Abfahrt gegeben, um den nun doch größeren Menschenmengen hier oben aus dem Weg zu gehen. Nette Begegnung!




Tja und nach den letzten knackigen Höhenmetern stand ich dann auf dem Brocken. Ich hatte mein Ziel erreicht - CHECK! Hier oben war es wie erwartet ziemlich stürmisch. Mit solchen Menschenmassen hatte ich ehrlich gesagt auch nicht gerechnet. Auf dem Plateau herrschte ein reges Gedränge um ein Bild vor dem Brockenstein zu machen und ich mitten drin. Wenn man schon mal hier oben ist. Naja.





Der Himmel war bedeckt und die Weitsicht nicht sonderlich gut. Für mich also kein Grund hier noch länger auszukühlen. Also rauf auf's Bike und runter vom Berg. Bis nach Hause waren es zwar nur noch knapp 100km, aber für mich sollte die Tour in Wernigerode am HBF enden.



Noch ein letzter Blick durch die Menge auf das Flachland und ab nun nur noch rollen lassen. 



Bei der Abfahrt hab ich mir den Rat von Brocken Benno zu Herzen genommen und den Goetheweg eingeschlagen. Hier wurde es schon bedeutend ruhiger und den zarten Duft der Harzer Schmalspurbahn konnte ich auch gleich noch mal schnuppern. Hust.




Auf dem Kolonnenweg war es dann nahezu Menschen leer. Nicht einmal Drei Kilometer unterhalb des Brocken - was für ein Kontrast! hier gab's kilometerlang noch mal feinsten Gravel Ground und ich konnte mich zum Schluß richtig austoben. Jawoll! Danke für den Tip, Benno!!! 




Bis Wernigerode ging es in der Tat fast nur noch bergab. Ab Schierke hatte ich in den Hörnern hängend das Serpentinen surfen noch mal ordentlich ausgereizt und genossen, um nach kurz nach Vier am Bahnhof anzukommen. Ein sehr angenehmer und mit gerade mal 40km entspannter Abschluß der Tour.



Unterm Strich



Meine Idee von Potsdam über den E11 bis zum Rand des Harz zu fahren ist mal kräftig in die Hose gegangen. Da gibt es nichts schön zu reden. Hier hab ich einfach zu überstürzt und blauäugig die Fahrbarkeit des Wanderweges unterschätzt. In Thüringen ist das sehr oft möglich, aber der Landschaftstyp mit seinen Nadelwäldern und dem sandigen Boden in MeckPom läßt das Befahren mit dem Bike nicht einfach so zu.

Meine Entscheidung den Weg zu verlassen um auf fahrbaren Untergrund, Radwegen und leider auch Straßen auszuweichen, war am Ende doch richtig und nur konsequent. Zugegeben hat es nicht immer Laune gemacht, an und auf den teilweise sehr stark frequentierten Straßen zu fahren, was aber leider bei solchen Fernradwegen und kurzen Tangenten zwischen den Orten nicht ausbleibt.
Trotzdem war ich am Ende des Tages doch recht zufrieden. Auch wenn ich nicht jeden Abend DEN Lagerplatz fand, hatte jeder Platz seinen eigenen Charme. Grundsätzlich muß ich mich zukünftig intensiver mit der Wahl der Route und der Fahrbarkeit beschäftigen, damit ich nicht wieder in so eine Situation gerade. 

Naja, rückblickend haben die positiven Momente auf den gut 400km der Tour doch überwogen und ich bin mit dem, was ich aus daraus gemacht habe im reinen. Auch wenn diese Tour etwas anders verlief als geplant - Bikepacking begeistert mich weiterhin mit der Möglichkeit, an Locations zu gelangen, welche mit einem fett bepackten Reiserad nicht so einfach zu erreichen sind.

 

 

Am Ende ein paar Worte zur Ausrüstung und Verpflegung



Diesmal ging es mit meinem Salsa Vaya Gravelbike auf Tour. Komfortabel zu fahren, in Maßen Gelände gängig und auf Asphalt trotzdem spritzig.


Die verschiedenen Bags kommen von Wildcat Gear und Alpkit in Kombination.

v.l.n.r.

  • Alpkit Airlok Dry Bag 13L (Packsack für Wildcat Gear Tiger)
  • Wildcat Gear Lion (Packsackhalter für Alpkit Airlok Dual 13L)
  • Wildcat Gear Lioness (Zusatztasche in Kombination mit Lion)
  • Wildcat Gear Leopard custom Frame Bag 
  • Wildcat Gear Tiger (in Kombination mit Alpkit Airlok Dry Bag 13L)
  • Alpkit Stem Cell 2x (Trinkflaschenhalter am Vorbau/Lenker)
  • Alpkit Fuel Pod Top Tube Bike Bag (Oberrohrtasche)
 Gesamtgewicht: 1358g

 Meine Erfahrungsberichte zu sämtlichen Bags folgen.


v.l.n.r.

  • Meru Longsleeve
  • C&A Boxershort 
  • Decathlon Forclaz 20 ~200er
  • Gore Bike Wear Element Windstopper
  • Nuun Water Bottle 2x
  • Therm a Rest NeoAir XLite Large
  • Exped Air Pillow UL / L Kopfkissen
  • Pajak Radical 1Z Schlafsack
  • Big Agnes-The Pumphouse 9L
  • EVA Unterlage für TaR - MYOG 0,2mm / 1,00x2,00m
  • Specialized Mountain Mid Merinowolle Socken
  • Roeckel Imura Handschuhe kurz
  • Sea to Summit UL-Packsack 4l
  • Vaude Big Fritz Shirt
  • Maloja Nick 1/2 Radhose
  • Sonnebrille Optiker No Name
  • Tarptent Rainbow
  • Tiolettenpapier
  • Geldbörse MYOG
  • Zeltbeutel (Tabletten, Ohropax, Tempos, Cremes ect, ...)
  • Verbandspäckchen (Eigene Zusammenstellung)
  • Platypus Trinksystem Big Zip LP 2L
  • Platypus Faltflasche 2L
  • Shimano SPD-Sandalen
  • Deuter Trans Alpine 30 Rucksack
  • Cratoni Rocket Helm
  • Sea to Summit UL-Packsack 5L (Blau - Verpflegung)
  • Evernew Ti Cup (EBY265) Kochset
  • 250ml Spiritus in Capri Sonne Faltflasche
  • Kulturbeutel Tatonka Mini
  • MSR PackTowl UL
  • Esbit Titanlöffel lang
  • Gerber Gerber  L.S.T Fine Edge Messer
  • Smartphone Samsung Galaxy S5 Mini 
  • Powerbank, Ersatzakkus, Ladekabel, Triggertrap
  • BBB MicroLoop BBL-51 Mini-Kabel-Zahlenschloß
  • Spanngurte für Wassertransport auf Lenkerrolle 2x
  • Luftpumpe, Ersatzschlauch, Multitool, Ersatzteile ect.

Bei der Auflistung fehlt noch ein kleiner Notitzblock, ein Bleistift und die Kamera Sony RX-100 III.

Gesamtgewicht Bekleidung & Ausrüstung: ~7300g
Gewicht Essen für 4 Tage:  ~1800g


Über die gesamte Zeit hatte nur meine Radhose, das Shirt, die Klick-Sandalen und den Helm an. Die Wettervorhersage prognostizierte sommerliche Temperaturen, worauf ich mich einfach eingelassen und darauf hin die Klamotten stark reduziert hatte. Nachts fühle ich mich im Logsleeve und Boxershort am wohlsten - das ist mein Luxus! Die Socken und der Fleece wurden gar nicht benutzt. Die Windjacke hab ich bei der Auffahrt nur mal kurz und für Abfahrt vom Brocken komplett getragen. In den Momenten war ich auch sehr froh die Jacke dabei zu haben. Regen hab ich in Kauf genommen um mich bei einem Schauer unterzustellen und abzuwettern. Das hat zwar nicht jedes mal funktioniert, aber so ein Schauer kann bei den teilweise hohen Temperaturen im Sommer auch sehr angenehm erfrischend sein.

Die Essensrationen hatte ich mir teilweise selbst zusammen gemischt und portioniert. Insgesamt wa für Drei Nächte und Vier Tage autarke Verpflegung geplant. Nach Lust und Laune hatte ich die Einkehr für ein deftige Mittagessen oder nen Kaff mit Kuchen nie ausgeschloßen. Weil ich solche Gelegenheiten immer wieder wahr genommen hatte, bin ich mit Essensportionen auch gut über die zusätzliche Nacht und den Tag gekommen. Es ist ja letztendlich immer nur ein Test, ob man mit dem geplantem Futter hin kommt, denn bei Bedarf kann man nahezu überall hier im Land für Nachschub sorgen. Genauso sieht es mit Trinkwasser aus. Ich hatte nie Bedenken und Probleme an Wasser zu gelangen, wie man meinem Tourenbericht entnehmen konnte.

Das Wekzeug oder Ersatzteile hatte ich nicht benötigt, da nichts kaputt ging. Lediglich den Schaltzug mußte ich nach justieren und die Kette täglich ölen. Das Salsa Vaya hat ohne zu mucken und anstandslos funktioniert.

Abschließend noch etwas zu meinem Rucksack. Bikepacking wird oft beworben, möglichst frei und ohne Rucksack unterwegs zu sein, was ich für zu dogmatisch halte. Ich bin quasi mit dem Rucksack auf dem Mountainbike aufgewachsen und mich stört der Rucksack überhaupt nicht wenn er richtig paßt. Zumal er mir die einfache Möglichkeit bietet, mein Trinksystem zu transportieren und so wirklich regelmäßig zu trinken. Nebenher bietet er noch zusätzliche Kapazität bei Bedarf. All das trifft bei meinem Deuter Trans Alpine 30 zu. Das Teil paßt mir einfach perfekt, ist aber auch kein Leichtgewicht und eigentlich viel zu groß. In der letzten Zeit habe ich einige kleinere Rucksäcke mit weniger Gewicht und Volumen probiert, welche aber leider nie an den Tragekomfort des Trans Alpine heran kamen. Trotzdem bleibe ich an dem Thema dran, denn hier besteht definitiv Bedarf an Reduzierung...

...das betrifft auch die Länge meiner Tourenberichte. Ich sollte mich wirklich kürzer fassen ;- ]

Kommentare :

  1. Toller Bericht mit vielen verwertbaren Informationen! Auch die Bilder sind wirklich gut gemacht! Vielen Dank dafür und vor allem für die ehrlichen Aussagen. Macht Spaß zu lesen und Lust auf eine Tour :)
    Gruß
    DerMario

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  2. Dankeschön! Schön, daß du Spaß beim Lesen hattest und inspiriert wurdest. Also, ab auf's Bike und los ;- >

    Beste Grüße,
    Matthias

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